birdman

(1964, Karlsruhe)

Malerei, Objektkunst, Installation, Performance, Kostüm, Design: In seiner medienübergreifenden Kunst widmet sich Hans Langner alias „birdman“ hauptsächlich der Darstellung von Vögeln. Seine Malereien entstehen spontan und ohne Entwürfe oder Skizzen – stilisierte, poppig kolorierte Vogelbilder aus präzis geführten schwarzen Konturen. Ähnlich intuitiv arbeitet er in seinen Performances  oder in seiner „Instant Art“, wie er seine Sofortkunst nennt, die er meist vor Publikum praktiziert. Dafür verwendet er diverse Fundmaterialien, die er zu skurrilen und humorvollen Objekten verbindet und bemalt. Werke von Hans Langner kann man unter anderem im Museum Dr. Guislain, Gent, finden. 2002 verlieh ihm die Süddeutsche Zeitung für die Bemalung von Siloballen im Tölzer Land den 2. Tassilo-Kultur-Hauptpreis.

1992, nach einer kaufmännischen Ausbildung, Arbeit als Model, Schauspielausbildung und Beschäftigung als Puppenspieler begann Langner sich bildnerisch zu betätigen. Von 1995 bis 1999 lebte er in Hongkong. Dort gründete er eine Kunstschule für Kinder und sorgte mit seinen „Vogelperformances“  über den Dächern der Stadt für Aufsehen. Von der chinesischen Presse erhielt er damals den Namen „The Birdman“. Anschließend lebte er in München und arbeitete an etlichen Kunstprojekten. Ein Jahr später zog er nach Bad Tölz. Dort renovierte er ein altes Haus, das allmählich zu einem Gesamtkunstwerk mit hunderten Vogeldarstellungen wuchs. Die Installation der Fassade seines „Künstlerhauses“, wie er sein Bad Tölzer Wohnhaus nennt, vor der villa gugging wird noch bis 2017 sehen sein.