„orchesterprobe“ – constantin luser mit …

19/05/2016 - 22/09/2016
Vernissage: Mittwoch, den 18. Mai 2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 19. Mai bis 22. September 2016
„orchesterprobe“ – constantin luser mit laila bachtiar, ida buchmann, françois burland, leonhard fink, johann fischer, johann garber, rene heinrich, helmut hladisch, franz kernbeis, johann korec, birdman hans langner, lejo, katharina muss, alfred neumayr, heinrich reisenbauer, arnold schmidt, günther schützenhöfer, maximilian stangl, sabina teichert mit ihrer hündin couscous, oswald tschirtner, karl vondal, august walla und junko yamamoto

„Instrumente haben eine Seele und die Welt ist Klang. Das letzte Mal kamen wir mit Draht, Lötstationen und Kamera und Couscous ins offene Atelier, um an dreidimensionalen Zeichnungen zu experimentieren, diesmal gehen wir einen Schritt weiter und füllen die Zwischenräume der Drahtskulpturen mit den jeweiligen höchstsubtilen Klangstrukturen. Das Konzert und die Probe verschmelzen, jedes kleinste Geräusch wird zum Träger einer erweiterten Wahrnehmung. Gu.. gging. ..   …..“ (Constantin Luser)

Die galerie gugging freut sich, in der diesjährigen Frühjahrsausstellung Werke von Constantin Luser gemeinsam mit Arbeiten der Künstler der Galerie sowie den Gästen des offenen atelier gugging präsentieren zu können.

Der mehrfach ausgezeichnete und sowohl national als auch international tätige Künstler Constantin Luser, geboren 1976 in Graz, entschied sich nach einer Ausbildung als Industrial Designer noch einmal, ganz von vorne anzufangen – mit einem Kunststudium in Wien. Seit 2000 stellt er weltweit seine zeichnerischen und installativen Arbeiten aus. Immer mit dabei ist sein Skizzenbuch. So entstehen an allen möglichen Orten Tagebücher des Künstlers aus Schrift und Bild, die er später veröffentlicht.

Jeder seiner künstlerischen Arbeiten geht die Zeichnung voraus. Luser setzt seine Gedanken in ihr um, sodass komplexe, detaillierte, bizarre Formen von Menschen, Pflanzen, Tieren oder Architekturen sichtbar werden. Diese vorwiegend mit Finelinern gefertigten Zeichnungen können sowohl konkret Vermittelbares als auch Meditatives, von Gedanken völlig losgelöstes, darstellen. Die oftmals daraus entstehenden feinen Drahtzeichnungen, welche um die eigene Achse rotieren, hängen frei im Raum. Somit sind diese immer in Bewegung und entziehen sich dem, was die Starre in der zweidimensionalen Zeichnung ausmacht. Der Besucher kann seinen Weg zwischen den Objekten selbst gestalten und den Betrachtungswinkel verändern.

Seit einigen Jahren spielt Musik eine immer wichtigere Rolle in Constantin Lusers Leben, was ihn dazu veranlasst hat überdimensional abstrakte Instrumente zu bauen. Der Betrachter wird selbst zum Künstler bzw. Musiker, sobald er sich überwindet, die Skulptur auch zu benutzen. Was üblicherweise nicht berührt werden darf, steht in diesem Fall jedem zur Verfügung. So entsteht, je nachdem welches Instrument betätigt wird, ein anderer Klang. Ein sich immer wieder veränderndes Erlebnis.

Im Zentrum der Ausstellung „orchesterprobe“ steht die Zusammenarbeit zwischen Constantin Luser und den Künstlern aus Gugging. Den Anlass dazu gab das im Jahr 2014 entstandene Kunstprojekt „Je ne sais quoi“, bei dem erstmals ein gemeinsames Projekt mit Constantin Luser und der galerie gugging realisiert werden konnte. Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus auf dem Thema Musik und allem, was mit ihr in Verbindung gebracht werden kann. Musikinstrumente jeglicher Art, Porträts von bekannten Musikern oder Lusers Instrument-Apparate wie die „Bandoneon Intensivstation“ oder das „Rotationsquintett“, die die Besucher zum interaktiven Miteinander einladen sollen.

Am Donnerstag, den 12. Mai, laden wir Sie herzlich zur Generalprobe in die galerie gugging ein, bei der sich Constantin Luser und die Künstler unseres Hauses musikalisch auf die Eröffnung einstimmen werden.

Wir freuen uns, Sie auch bei der Vernissage am Mittwoch, den 18. Mai um 19 Uhr, zum gemeinsamen Musizieren begrüßen zu dürfen.

Nina Katschnig & das galerie gugging Team