vive la france!

26/05/2011 - 02/10/2011

Die galerie gugging präsentiert im Dialog mit der Ausstellung „gaston chaissac.!“ im museum gugging in ihrer Sonderschau „vive la france!“ Arbeiten der französischen Künstler Gaston Chaissac, Joël Lorand, Jean-Pierre Nadau, Michel Nedjar, André Robillard, Patricia Salen und Gérard Sendrey. Nach der Präsentation von Werken amerikanischer und japanischer Künstler können Sie in dieser Sonderausstellung sieben Positionen aus dem Land von Jean Dubuffet – dem Namensgeber der Art Brut – in ihrer jeweils sehr eigenen Bildsprache erleben:

Das malerische Werk des – für seine stilisierte Ausdrucksweise bekannten – Gaston Chaissac besteht aus verschiedenfarbigen, mit breiten Konturen versehenen monochromen Flächen, die zum Teil mit stark vereinfachten physiognomischen Formen angereichert sind. Seine Zeichnungen stellen in Korrespondenz dazu Figuren dar, die sich aus wenigen Linien ergeben, zum Teil gefüllt mit geometrischen Mustern.

Physiognomien, Körperteile, Pflanzenranken und phantastische Tiere formieren sich bei Joël Lorand zu Grotesken mit humorvollem und zugleich verstörendem Unterton. Sie sehen Metamorphosen anthropomorpher, floraler und zoologischer Formen, die sich verstricken, umgarnen und ineinander wachsen.

Jean-Pierre Nadau fertigt fantastische architektonische Kompositionen. In einer Art „horror vacui“ illustriert er tragikomische und abgründige Geschichten, die dicht aneinandergefügte architektonische Versatzteile und Figuren – häufig in sexuellem Kontext – zeigen.

Das malerische Werk von Michel Nedjar zeigt hauptsächlich Gesichter, Körper oder Tiere – häufig Vögel, Schweine oder Böcke – oft auch ineinander verschlungen oder übereinander. In ihren archaischen Farben und Formen erinnern sie an steinzeitliche Parietalkunst.

André Robillard setzt sich in seinem zeichnerischen Werk besonders mit Darstellungen zu den Themen Raumfahrt, Planeten oder Mondlandung – also der Ausdehnung des menschlichen Lebensraums in die unbekannten Weiten des Weltalls – auseinander.

In Kontrast dazu stehen die im Verfahren des Automatismus entstandenen „kryptischen Kartografien“ von Patricia Salen, die sich selbst als Medium sieht.

Gérard Sendrey baut menschliche oder abstrakte Körper aus akribisch genau gezeichneten geometrischen Mustern auf, die das Auge des Rezipienten bei Betrachtung aus der Ferne zu dreidimensional wirkenden Figuren übersetzt.

In Zusammenarbeit mit Galerie Christian Berst, Paris, Henry Boxer Gallery, Richmond, Galerie Heike Curtze, Wien / Berlin / Salzburg und Nathan Fine Art, Berlin / Zürich.