tschirtner oswald

(1920 - 2007 )

Oswald Tschirtner wurde 1920 in Perchtoldsdorf, Niederösterreich, geboren und lebte von 1981 bis zu seinem Tod im Jahr 2007 im Haus der Künstler in Gugging. Ermutigt vom Psychiater Leo Navratil begann Tschirtner in den 60er Jahren zu zeichnen. Bekannt wurde er durch „seine“ Kopffüßler: reduzierte Figuren ohne kennzeichnende Attribute wie Kleidung oder Geschlecht. Der Kopf verfließt dabei mit dem Körper, die Beine sind nicht mehr getrennt, sondern vereinen sich – durchaus elegant – zu einem stammartigen Rumpf mit fingerlosen Armen. Der Künstler arbeitete auf postkartengroßem Papier, auf Leinwänden oder Hausfassaden und verwendete – je nach Dimension – Feder und Tusche, Edding oder Acrylfarbe. Er gilt als Meister der minimalistischen Bildsprache. 1990 erhielt er mit der Gruppe der Künstler aus Gugging den Oskar-Kokoschka-Preis. Seine Werke befinden sich unter anderem im Setagaya Museum, Japan, in der Collection de l’Art Brut, Schweiz, und im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Österreich.